Arbeitskostenerhebung 2012

Das Wichtigste im Überblick

In den Europäischen Gemeinschaften werden seit 1960 Arbeitskosten auf Grundlage von Ratsverordnungen erhoben. Die Erhebungen sollen den Bedarf an vergleichbaren Daten über die Höhe und Zusammensetzung der Kosten des Produktionsfaktors Arbeit decken. Von besonderem Interesse sind dabei die Lohnnebenkosten, welche die Arbeitskostenerhebung einzigartig nach Bestandteilen offen legt.

Die Höhe der Arbeitskosten ist ein wichtiger Standortfaktor und ein Kriterium für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes. Zuverlässige, amtliche Daten sind wichtig für die Entscheidungen der Arbeitgeber, aber auch der Regierungen, Zentralbanken, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften.

Damit die Ergebnisse belastbar sind, werden die Angaben bei den Arbeitgebern und unter gesetzlicher Auskunftspflicht gewonnen. Die Erhebungen werden gegenwärtig nur alle vier Jahre durchgeführt, als Stichprobe und nur bei Unternehmen mit zehn und mehr Arbeitnehmern. Das schont die Wirtschaft, denn der Fragebogen zählt zu den aufwändigsten amtlichen Unternehmensbefragungen.

In den 60er Jahren wurden nur ausgewählte Industriezweige erfasst. Später kamen Schritt für Schritt weitere Wirtschaftsbereiche hinzu. Seit der Erhebung für das Berichtsjahr 2004 werden das Produzierende Gewerbe und der Dienstleistungsbereich vollständig erfasst. Auch der öffentliche Dienst wird nun abgedeckt, wozu Daten aus anderen Statistiken verwendet werden, vor allem aus der Personalstandstatistik. Nur für die Wirtschaftszweige »Land- und Forstwirtschaft, Fischerei«, »Private Haushalte« sowie »Exterritoriale Organisationen und Körperschaften« liefert die heutige Arbeitskostenerhebung keine Ergebnisse.

Für alle anderen Wirtschaftszweige werden die Daten zumindest in der Tiefe der so genannten Zweisteller, nach dem Bundesland und der Größenklasse des Unternehmens aufgegliedert veröffentlicht. Neue Ergebnisse liegen jeweils 18 Monate nach dem Ende eines Berichtsjahres vor. Mit der nächsten Veröffentlichung ist im Juni 2014 für das Berichtsjahr 2012 zu rechnen; die wichtigsten werden auch hier im Internet auf diesen Seiten eingestellt.